Respekt im Verkehr

„Wir wollen nicht die Welt verbessern. Aber es hilft schon, wenn jeder Mensch in seinem Umfeld dazu beiträgt, die Welt und sein Dorf liebens- und lebenswerter zu machen“.

Wie bereits im letzten Chäsitzer angekündigt, führt die Gemeinde Kehrsatz über das ganze Jahr 2018 verteilt eine Informationskampagne zur Thematik des Zusammenlebens und des gegenseitigen Respekts durch. In jeder Chäsitzer-Ausgabe wird ein neues Themenfeld lanciert. Den Anfang macht der gegenseitige „Respekt im Verkehr“. Dabei handelt es sich um ein sehr breites Themenfeld und es können hier nur ausgewählte Aspekte beleuchtet werden.

Umgang zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern

Sind Sie als Auto-, Motorrad-, Velofahrer oder zu Fuss in unserer Gemeinde unterwegs?
Wie ist Ihr Verhalten gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern im hektischen Alltag?

Das „faire“ Verhalten unter den verschiedenen Teilnehmern im Verkehr wird gerne mal ver-gessen. Das rücksichtslose und ich-bezogene Verhalten einzelner Teilnehmer führt nicht nur zu einem vergifteten Verkehrsklima, sondern kann auch die Verkehrssicherheit gefährden.
Wer keine Rücksicht auf andere nimmt, wer die Zeichen seines Gegenübers wissentlich übersieht und wer die vorgegebenen Tempolimiten nicht einhält, wird sich und andere früher oder später in Gefahr bringen.
Darum sind Verständnis und Behutsamkeit wichtige Faktoren um den gegenseitigen Respekt im Verkehr zu fördern damit die Sicherheit für alle gewährleistet ist.

Einhalten von Verkehrsregeln

Wie gut halten Sie sich an die Verkehrsregeln wenn Sie auf dem Weg zur Arbeit oder zu Ihrer Freizeitbeschäftigung sind?
Ist Ihr Arbeitsweg auch der Schulweg unserer Schülerinnen und Schüler?
Planen Sie sich genügend Zeit für Ihren Arbeitsweg ein?
Ist Ihnen bewusst, dass Sie mit Ihrem Verhalten ein Vorbild für andere Verkehrsteilnehmer (insbesondere Kinder) sind?

Die Verkehrsregeln gelten für alle Verkehrsteilnehmer und jeder muss sich dementsprechend verhalten. Das Missachten der roten Ampel, das Überfahren der Stoppstrassen, bei Stau das Ausweichen über das Trottoir und das Überholen der Postautos bei den Haltestellen sind keine Kavaliersdelikte sondern ein fahrlässiges Handeln und kann grosse und kleine Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringen.

Leider muss immer wieder festgestellt werden, dass vorwiegend Velofahrer/innen die rote Ampel beim Übergang von der Bernstrasse in die Mättelistrasse missachten. Diese haben beim Überholen eines stehenden Fahrzeugs keine Übersicht ob sich ein kleineres Kind auf der Höhe der Motorhaube und somit auf dem Zebrastreifen befindet. Hinzu kommt, dass kleinere Kinder einen schlechten Überblick haben, ihre Sicht wird durch die Motorhaube ver-deckt und sie werden somit von Fahrzeuglenkern schlecht gesehen. Dieser Zebrastreifen wird vorwiegend als Schulweg genutzt und sollte eigentlich den Kindergartenkindern und den Schülerinnen und Schülern als sicheren Übergang dienen.

Auch beim Bahnübergang an der Zimmerwaldstrasse werden immer wieder gefährliche Situ-ationen beobachtet. Autofahrer lassen sich häufig dazu verleiten, bei bereits aktivem Blink-licht noch rasch aufs Gaspedal zu drücken. Es werden auch immer wieder Fussgänger beo-bachtet, welche während bereits teilweise heruntergelassener Barriere noch rasch über den Bahnübergang rennen.

Eine weitere Problematik stellt sich bei den Postautohaltestellen bei der Verzweigung Zim-merwaldstrasse/Talstrasse und auf der Höhe des Blumenhofes. Automobilisten überholen das stehende Postauto im Wissen, dass plötzlich Kinder oder Erwachsene unkontrolliert die Fahrbahn überqueren könnten.

Vergessen Sie bitte nicht, dass Sie nicht alleine auf der Strasse sind!
Respekt im Verkehr heisst auch, an andere zu denken!

Elterntaxi, Sicherheit

Haben Sie Ihr Kind auf den Schulweg gut vorbereitet?
Sind Ihre Kinder bei Dunkelheit und Nieselwetter für die anderen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar?
Bringen Sie Ihr Kind mit dem Auto zur Schule?

Für unsere Kinder ist der Schulweg ein besonderes Erlebnis, sie knüpfen und pflegen ihre sozialen Kontakte. Sie haben die Möglichkeit, sich mit Gleichaltrigen zu treffen, sich auszu-tauschen und er fördert die Bewegung. Sie lernen ebenfalls, mit dem Verkehr umzugehen und wie man sich richtig verhält.

Der Schulweg birgt für die Kinder auch Gefahren, denn sie gehören zu unseren schwächsten Verkehrsteilnehmern. Für die Sicherheit von Kindern tragen die restlichen Verkehrsteilnehmer eine grosse Verantwortung, entlang von Schulwegen müssen sie besonders aufmerksam sein.

In der Dunkelheit oder bei Regen und Schnee besteht für Fussgänger und Velofahrer ein höheres Unfallrisiko. Sie werden von den Automobilisten schlecht oder gar nicht gesehen. Das Tragen von hellen Kleidern und lichtreflektierendem Material an Schuhen, Jacken oder Schultheken erhöht die Sicherheit unserer Schulkinder im Strassenverkehr. Bei Kindern, welche mit dem Velo den Schulweg bewältigen, sind Reflektoren vorne, hinten und an den Pedalen, sowie eine gut funktionierende Beleuchtung vorgeschrieben.

Es wird zudem vermehrt festgestellt, dass die Anzahl der Kinder, die von ihren Eltern aus Sicherheitsgründen mit dem Auto zur Schule gebracht werden, zugenommen hat. Besorgte Eltern können plötzlich selber zu einem Risiko werden, da sie so zum täglichen Verkehrs-chaos vor den Schulhäusern beitragen und andere Schulkinder gefährden. Deshalb sollte der Transport der Schulkinder im Auto zum Schulhaus nur im Ausnahmefall - bei besonderen Gefahren - in Betracht gezogen werden.
Unter anderem nehmen die Eltern so ihren Kindern die Möglichkeit, den Umgang mit Gefah-ren zu lernen und sich im Alltagsverkehr zu behaupten.

Haben Sie Vertrauen in Ihr Kind, es kann das!

Die Schule Kehrsatz schreibt jeweils zu jedem Thema einen Beitrag. Diesen finden Sie hier:

Chaesitzer Schulbeitrag Respekt im Verkehr  [PDF, 108 KB]

Das Plakat zum Thema Respekt im Verkehr finden Sie hier:

Respekt_Verkehr_def  [PDF, 798 KB]